Écoute-moi!

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Brett für Écoute-moi!

Écoute-moi! (dt.: „Hör mir zu“) wurde in der Nacht zu Allerheiligen im Jahr 2002 von Ralf Gering in Kusterdingen, Deutschland, erfunden. Nachdem das Spiel zunächst englische Namen hatte („The Bridge“, „Change Your Mind!“), erhielt es aus Solidarität zu Frankreich, als Reaktion auf die amerikanischen Anfeindungen im Vorfeld des Irakkriegs, einen französischen Namen.

Contents

Spielregeln

Vorbereitung

  • Écoute-moi! wird auf einem Brett gespielt, das aus 13x13=169 Feldern besteht.
  • Im Zentrum befindet sich am Anfang der Partie ein weißer Damestein, der „Coureur“ (dt.: „Laufstein“). Außerdem haben die Spieler eine ausreichend große Menge schwarzer Go-Steine.
  • Die Spieler sitzen während der Partie nicht gegenüber, sondern seitlich nebeneinander, der weiße Spieler rechts von Schwarz. Die obere und untere Seite gehört zu Weiß, die linke und rechte Seite zu Schwarz. Die Eckfelder gehören zu beiden Spielern.

Ziehen

  • Weiß fängt an. Tatsächlich spielen beide Spieler mit denselben Steinen.
  • Das Spiel besteht abwechselnd aus folgenden drei Aktionen:
  1. „Annonçer“ (dt.: „Ansagen“): Ein Spieler sagt zuerst die Zahl „Un“ (dt.: „Eins“) oder „Deux“ („Zwei“) an und dann „Noir“ („Schwarz“), „Blanc“ („Weiß“), „Positive“ („Plus“) oder „Negative“ („Minus“). Mit der Ziffer wird für die nächsten zwei Aktionen die Zugweite, mit der Farbe bzw. Ladung die Zugrichtung vorgegeben.
  2. „Mouvement“ (dt.: „Bewegung“): Der andere Spieler zieht mit dem „Coureur“ ein oder drei Felder weit, wenn „Un“ angesagt wurde, oder genau zwei Felder, wenn „Deux“ angesagt wurde. Er zieht senkrecht zu den schwarzen Seiten, wenn „Noir“ angesagt wurde bzw. senkrecht zu den weißen Seiten, wenn „Blanc“ angesagt wurde. Hieß es „Positive“, muss der Spieler in Richtung der Plus-Diagonalen bzw. war es „Negative“ in Richtung der Minus-Diagonalen ziehen.
  3. „Mouvement complémentaire“ (dt.: „komplementäre Bewegung“): Der Spieler, der ansagte, zieht nun genau entgegengesetzt. Wurde ein Feld weit gezogen, zieht er jetzt drei Felder weit. Wurde drei Felder weit gezogen, zieht er ein Feld. Bei zwei Feldern zieht auch er zwei Felder. Statt „Blanc“ zieht er nun „Noir“ bzw. umgekehrt. Statt „Positive“ zieht er „Negative“ bzw. umgekehrt.
  • Nach jeder Bewegung des „Coureur“ wird ein schwarzer Stein auf das letzte überquerte Feld gelegt.
  • Man kann weder auf besetzte Felder ziehen, noch über besetzte Felder springen.
  • Nachdem die drei „Aktionen“ ausgeführt wurden, beginnt der Zyklus wieder von vorne.
  • Wenn ein Zug nicht ausgeführt werden kann, weil der „Coureur“ blockiert ist, setzt man ihn auf ein beliebiges freies Feld, von dem aus der Zug möglich ist.
  • Es besteht Zugzwang.

Spielziel

  • Es gewinnt der Spieler, der als erster seine beiden Seiten mit einer ununterbrochenen Kette schwarzer Steine verbindet. Eine Kette besteht aus waagerecht und/oder diagonal benachbarten Steinen.
  • Ein Spieler gewinnt mit so vielen Punkten, wie sein Gegner noch Steine setzen müsste, um auch seine Seiten miteinander zu verbinden.
  • Wenn in einer „Aktion“ alle Brettseiten gleichzeitig miteinander verbunden werden, verliert der Spieler, der am Zug war, mit einem halben Punkt.
  • Ein Unentschieden ist nicht möglich.

Sonstiges

  • Die Spieler sind verpflichtet, Französisch zu sprechen. Das „Annonçer“ geht also z.B. wie folgt: „Un positive s’il vous plaît!“ oder „Deux noir, s’il vous plaît!“

Quellen

Browne, C.
Connection Games: Variations on a Theme. AK Peters, Ltd., Wellesley MA (USA) 2005, 264-266.
Gering, R.
Écoute-moi!. Yahoo! Groups 2003.

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By: Ralf Gering.
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