Amel
From Wikinfo
Amel ist eine deutschsprachige Gemeinde in Belgien, der Provinz Lüttich und der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens. Amel hat 5.282 Einwohner (Januar 2005) und eine Gesamtfläche von 125,72 km², die zur Hälfte bewaldet ist. Im Verband der fünf deutschsprachigen Gemeinden Ostbelgiens südlich des Hohen Venns nimmt die Gemeinde Amel eine zentrale Lage zwischen den Gemeinden Bütgenbach im Norden, Büllingen im Norden und Osten, Sankt Vith im Süden und der weiter südwärts gelegenen Gemeinde Burg-Reuland ein.
Im Nordwesten grenzt Amel an die mehrheitlich französischsprachigen Gemeinden Weismes und Malmünde und ist, zusammen mit Lontzen, von den deutschsprachigen Gemeinden die einzige, die keine gemeinsame Grenze mit dem Nachbarland Deutschland aufweist.
Amel breitet sich mitten im „Grünen Herzen“ Europas aus, entfernt von den Großstädten an Rhein und Ruhr, von den Fabriken im Lütticher Raum und an der Maas, von Industrierevieren Südluxemburgs und Lothringens in Frankreich.
Contents |
Geschichtliches
Der Name Amel ist keltischen Ursprungs und bedeutet Mutter Erde. Geprägt wurde die Siedlungsstruktur durch die Römer von 57 vor Chr. bis 450 nach Chr. Eine Römerstraße durchquerte das Gebiet Amels, die Heerstraße Reims–Köln, sowie die in etwa um 800 erbaute Via Mansuerica als Verbindung Maastricht–Trier. 1868 wurden die Überreste einer 75 × 30 m großen römischen Villa freigelegt. In dem Gewässer Amel ist über Jahrhunderte Gold gewaschen worden, davon zeugen noch heute die keltisch-römischen Goldseifenhügel. Erste urkundliche Erwähnung Amels um 670 unter Frankenkönig Childerich II. Die Metzer Annalen erwähnen die Schlacht bei Amel, die im Jahre 716 zwischen Austrasiern und Neustriern stattgefunden hat, aus der Karl Martell als Sieger hervorging. Zu dieser Zeit wird in Amel bereits eine Kirche erwähnt.
Siehe auch:
Wirtschaft
- Forst- und Landwirtschaft
- Sägereien
- Tourismus
- Industriegebiet Kaiserbaracke
Orte der Gemeinde
Amel, Heppenbach, Halenfeld, Hepscheid, Wereth, Mirfeld, Herresbach, Möderscheid, Ninahagen, Schoppen, Montenau, Deidenberg, Medell, Meyerode, Valender, Born, Eibertingen, Iveldingen.
Weblinks
Herkunft
- Adaptiert von dem Wikipedia Artikel "Amel" http://de.wikipedia.org/wiki/Amel, unter der GNU Free Documentation License in der deutschen Version. Die Liste der Autoren ist in der Wikipedia unter dieser Seite verfügbar.

