Bosnische Kirche

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Die Bosnische Kirche (Crkva Bosanska, Ecclesia Bosniensis) ist ein Sammelbecken christicher Bewegungen mit orthodoxen Elementen.

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Geschichte

Die Kirche in Bosnien entwickelte sich in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts unter Kulin zu einer von Rom eigenständigen Religionsgemeinschaft.

Ihre Theologie war wahrscheinlich stark von den in Bosnien nicht verfolgten Bogomilen mit ihrer neo-gnostischen und neo-manichäischen Lehre beeinflußt. Obwohl Fürst Vukan von Diokla die Bosnische Kirche beim Papst als häretisch anschwärzte und sowohl die Orthodoxen und die Katholiken sie als Häretiker betrachteten, schaffte es Kulin die päpstlichen Emissäre davon zu überzeugen, dass er ein treuer Katholik sei. Dadurch konnte die Bosnische Kirche an der Schnittstelle der römisch-katholischen und der orthodoxen Kirchenstrukturen ein unabhängiges Eigenleben führen.

Ihr gehörten als Staatskirche die gesamte Bevölkerung Bosniens an. Die bosnische Kirche ging nach der türkischen Eroberung Bosniens 1463 unter, zumal die feudale Oberschicht weitgehend zum Islam übertrat. Die wenigen und in der Regel katholischen Gemeinden in Bosnien wurden dann von den romtreuen Franziskanern betreut.

Theologie und Struktur

Ihre Theologie war wahrscheinlich stark von den in Bosnien nicht so stark verfolgten Bogomilen beeinflußt, die eine neo-gnostische und neo-manichäische Lehre verbreiteten. Die Lehre und die Organisationsstruktur der Bosnischen Kirche wird oft mit einem islamischen Mystikerorden verglichen.

Literatur

  • Stimac, Zrinka: Die bosnische Kirche. Versuch eines religionswissenschaftlichen Zugangs, Frankfurt a.M. u.a. 2004 ISBN 978-3-631-52022-2

Weblinks


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