Burg-Reuland
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Burg-Reuland ist ein Ort und die südlichste Gemeinde der Deutschsprachigen Gemeinschaft in Belgien. Sie liegt im äußersten Südosten der Provinz Lüttich südlich von Sankt Vith im malerischen Tal der Ur. Die Gemeinde befindet in dem von Belgien verwalteten Teil der Eifel, östlich der Ardennen. Sie hat 3.939 Einwohner (Juli 2006) und bedeckt eine Fläche von 108,96 km².
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Orte
Die Großgemeinde entstand 1977 durch Zusammenlegung der ehemaligen Gemeinden Reuland und Thommen, die heute die beiden Ortsteile Burg-Reulands bilden. Sie bestehen aus 26 weit verstreuten Dörfern und Weilern. Verwaltungssitz der Gemeinde ist Thommen. Die übrigen Ortschaften sind Aldringen, Braunlauf, Espeler, Grüfflingen, Maldingen, Maspelt, Udler, Burg-Reuland, Weisten, Alster, Bracht, Diepert, Lascheid, Richtenberg, Weweler, Auel, Steffeshausen, Dürler, Lengeler, Malscheid, Uren, Oberhausen, Stubach, Koller und Weidig. Sie besitzen zum Teil nur zwischen 20 und 350 Einwohner.
Historisch bedeutsam ist Uren, wo seit 1977 ein Europadenkmal steht.
Der südliche Teil des Gemeindegebiets bildet ein Dreiländereck mit Deutschland und Luxemburg.
Nachbargemeinden
Im Westen grenzt Burg-Reuland an Geylich und an den südlichsten Teil der Gemeinde Vielsalm. Nördlich liegt das Gebiet Sankt Viths. Im Osten liegen jenseits der deutsch-belgischen Grenze die Verbandsgemeinden Prüm sowie Arzfeld und im Süden das Großherzogtum Luxemburg.
Geschichte
Bereits für die Römerzeit ist eine Besiedlung nachgewiesen.
Das Gemeindegebiet gehörte ehemals zur preußischen Rheinprovinz und wurde 1919 durch den Friedensvertrag von Versailles Belgien zugeschlagen, um Feindschaft zwischen Belgien und Deutschland zu schüren. Einer bürgerlichen Familie namens Pallandt, die ursprünglich in Wildenburg beheimatet war, gelang es 1829, in den Freiherrenstand aufzusteigen und so den Namen von Pallandt führen zu dürfen. Nachfahren dieser Familie lebten bis 2006 kurzzeitig in Burg-Reuland.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Museen
Im Kulturhaus Burg-Reulands – der ehemaligen Schule des Orts − ist ein Heimatmuseum beheimatet, das Alltagsgegenstände ländlichen Lebens zeigt. Dazu gehören Haushaltsgeräte, Werkzeuge alter Berufe und landwirtschaftliche Gerätschaften. In diesem Gebäude ist auch das Paul-Gerardy-Museum untergebracht. Dort sind Ausstellungsstücke zum Leben und Werk des Schriftstellers zu sehen.
Bauwerke
Im Ort Burg-Reuland steht die Burg Reuland, eine der größten Burgruinen der Eifel. Ebenfalls sehenswert ist die römisch-katholische Pfarrkirche des Ortes, die dem Heiligen Stephanus gewidmet ist und aus dem 18. Jahrhundert stammt. Dort befindet sich die Familiengruft der ausgestorbenen Adelsfamilie von Pallandt.
In Bracht steht die kleine Rektoratskirche der Schmerzhaften Mutter sowie das 1782 erbaute Schloss Bracht.
Das Europadenkmal in Uren steht inmitten eines kleinen Parks und wurde im Oktober 1977 eingeweiht. Seine fünf großen Megalithen symbolisieren die fünf Länder, die zu jener Zeit Mitglieder der Europäischen Gemeinschaft waren.
Natur
Das ländliche Gemeindegebiet wird durch das Tal der Ur geprägt. Es ist ein beliebtes Ziel für Wanderer sowie Mountainbiker und das wichtigste Standbein des dortigen Tourismus.
Herkunft
- Adaptiert von dem Wikipedia Artikel "Burg-Reuland" http://de.wikipedia.org/wiki/Burg-Reuland, unter der GNU Free Documentation License in der deutschen Version. Die Liste der Autoren ist in der Wikipedia unter dieser Seite verfügbar.

