Dreikopf

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Dreikopf

Der Dreikopf ist mit 2864 m der höchste Gipfel der Julischen Alpen und zugleich von Slowenien. Er liegt im Zentrum des nach ihm benannten Dreikopf-Nationalparks, des einzigen Nationalparks Sloweniens. Der Dreikopf ist durch seine typische Form aus Distanzen von über 100 km sichtbar – z.B. aus großen Teilen Kärntens. Imposant ist seine Nordwand über dem Vratatal, mit einer Breite von 3 km und einer Höhe von 1500 m bis zum Gipfel eine der höchsten Wände der Ostalpen (nach der Ostwand des Watzmanns und mit der Nordwand des Hochstadels). Die eigentliche Wand bis zum sogenannten Kugi-Band, über dem der Gipfelaufbau ansetzt, ist immer noch 1000 m hoch.

Der Dreikopf ist eines der slowenischen Nationalsymbole und zentraler Teil des nationalen Wappens, das sich auch auf der Fahne des Landes wiederfindet. Nach einem alten Brauch soll ihn jeder Slowene mindestens einmal im Leben besteigen. Slowenien, das am 1. Januar 2007 der Eurozone beigetreten ist und den Euro als offizielles Zahlungsmittel eingeführt hat, hat den Dreikopf auch für die nationale Seite der 50 Eurocentmünze ausgewählt.

Contents

Entstehung des Namens

Als Dreikopf verkörpert der Berg eine alte slawische Gottheit, den dreiköpfigen Triglav, der mit einem Kopf den Himmel, mit dem zweiten die Erde beherrscht und sein dritter Kopf dem unterirdischen Reich zuneigt.

Geschichte

Der erste bekannte und gescheiterte Besteigungsversuch datiert aus dem Jahr 1777. Er wurde vom berühmten Erforscher der Julischen Alpen, dem Weltreisenden, Naturforscher und Physiker Belsazar Hacquet (1739-1815) in Begleitung von Minenarbeitern des Barons Sigismund Zois unternommen.

Baron Sigismund Zois (1747-1819) war eine führende Figur in slowenischen Intellektuellenkreisen, ein Liebhaber der Künste, und der Eigentümer der Eisenwerke und Minen in Wochein. Er brachte neue Ideen nach Wochein, eine der herausragenden war die Idee zur Besteigung des Dreikopfs.

Die Erstbesteigung erfolgte am 25. August 1778 durch Lorenz Willomitzer (1747-1801) aus Althammer mit Lukas Korošec (1747-1827) aus Nesseltal, Stefan Rošic (1739-1802) aus Savica und Matovz Kos (1744-1798) aus Jereka. Betrieben worden war die Besteigung durch Belsazar Hacquet, damals Universitätsprofessor in Laibach, der selbst allerdings den Gipfel nicht erreichte.

Wege zum Gipfel

Beliebtester Ausgangspunkt für Bergtouren auf den Dreikopf ist die Berghütte Pfarrer-Aljaz-Hütte, welche von Moistrana aus über eine unbefestigte Straße mit dem Auto erreichbar ist. Alternativ kann der Gipfel jedoch auch von Westen (Trenta) aus erreicht werden. Dabei sind 2200 Höhenmeter zu überwinden, für Hin- und Rückweg werden etwa 14 Stunden benötigt. Der Gipfel selbst ist im obersten Bereich von ca. 300 Höhenmetern nur über einen Klettersteig (Via ferrata) mit vielen Eisenklammern und Haltebolzen erreichbar.

Aljaz-Turm

Aljaz-Turm

Auf dem Gipfel des Berges befindet sich der Aljaz-Turm, welcher ein wichtiges Symbol des Landes darstellt. Er bietet bei Unwettern Bergsteigern kurzzeitigen Unterschlupf.

Der Aljaz-Turm wurde am 7. August 1895 errichtet. Jakob Aljaz, ein Priester aus Lengenfeld, plante und baute dieses Bauwerk. Der zylindrische metallene Turm mit der Flagge wurde von A. Belec aus Sankt Veit gefertigt und 1922 von Alois Knafelc restauriert.

Weblinks


Herkunft