Flotzgrün

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Flotzgrün ist eine künstliche Insel am Oberrhein die durch die Rheinbegradigung Ende des 19.Jahrhunderts entstanden ist. Sie liegt südlich von Speyer am linken Rheinufer und dem Berghausener Altrhein.

Nutzung

Die Insel Flotzgrün umfasst etwa 340 Hektar, die als landwirtschaftliche Fläche und bei Hochwasser als Polder genutzt werden. Auf 85 Hektar im Nordwesten betreibt die Firma BASF eine Deponie, auf der nur Bauschutt und absolut nicht mehr verwertbare Produktionsrückstände gelagert werden. Die gesamte Deponie ist eingedeicht und mit einer reparier- und kontrollierbaren Basisabdichtung versehen. Die Anfuhr des Deponiegutes geschieht mit dem Schiff, eindringendes Sickerwasser wird abgepumpt und mit dem Schiff nach Ludwigshafen in die werkseigene Kläranlage verbracht.

Im südlichen Teil der Insel ist landwirtschaftliche Nutzfläche. Auch dieser Teil ist von einem Ringdeich umschlossen. Ab einem gewissen Wasserstand bei Hochwasser wird dieser Polder über zwei Einlasswerke geflutet und kann 5 Millionen m³ Wasser aufnehmen. Die Fluttore sind 13,50 Meter breit und drei Meter hoch. Sie werden mit einer handbetriebenen Hydraulik geöffnet und geschlossen. Das einfließende Wasser gelangt in ein sogenanntes Tosbecken mit 30 Metern Durchmesser, das mit einer halbrunden Spundwand versehen und mit Wasserbausteinen ausgekleidet ist. Von da verteilt sich das Wasser gleichmäßig in das umliegende Grünland. Nach Abfluss des Hochwassers werden die Tore wieder geschlossen.

Der Bau des Polders hat sechs Jahre gedauert und 7,8 Millionen Euro gekostet.

Natur

Auf der von einem Landschaftsschutzgebiet umgebenen Insel befinden sich vier Naturschutzgebiete:

  • Flotzgrün
  • Schafswiese
  • Mechtersheimer Tongruben und
  • Elslache.

Die Elslache ist eine wechselfeuchte Pfeifengraswiese mit seltenen Pflanzen und Tieren.


Herkunft