Käsekästchen
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Käsekästchen (auch Kästchenziehen) ist ein Strategiespiel, das trotz seiner einfachen Regeln ein tiefgründiges Spiel ist. Es wird mit Papier und Bleistift gespielt und richtet sich an zwei, drei oder vier Spieler.
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Geschichte
Das Spiel geht auf das französische La Pipopipette (wahrscheinlich von franz.: "pipeau" = "kleiner Trick, Schalmei" und "piperie" = "Falschspielerei") zurück, das erstmals 1889 von dem Schullehrer und Mathematiker Édouard Lucas in dem Buch "La Pipopipette - Nouveau Jeu de Combinaisons" beschrieben wurde. In den 1970er Jahren war Käsekästchen eines der beliebtesten Pausenspiele an deutschen Schulen.
Das englische Dots & Boxes unterscheidet sich nur geringfügig von Käsekästchen.
Eine weitere Variante, die "Doppelt hält besser" heißt, wurde in den 1970er Jahren von dem Kulturwissenschaftler Ralf Gering erfunden.
Vorbereitung
Als Spielmaterial benötigt man ein Blatt kariertes Papier und mindestens einen Schreibstift.
Man grenzt auf kariertem Papier mit dem Schreibstift ein rechteckiges Feld ab, für Anfänger etwa 8x12 Karos. Ziel des Spiels ist es, die meisten Karos im Feld zu erobern.
Regeln
Wer am Zuge ist, muss einen Strich ziehen (also die vorgedruckte Grenze zwischen zwei Karos im Feld verstärken).
Wer mit seinem Strich ein Karo "schließt" (also den letzten Strich um ein Karo zieht, einschließlich der Striche zur Abgrenzung des Feldes) oder zwei Karos schließt, setzt sein Zeichen (Kreuz, Kreis, Häkchen, ...) hinein und ist sofort noch einmal am Zuge.
Es besteht Zugzwang: Jeder muss so oft ziehen, bis er einen Strich zieht, der kein Karo schließt, oder alle möglichen Striche im Feld gezogen sind; dies ist das Ende des Spieles. Es besteht jedoch kein Zwang, so viele Karos wie möglich zu schließen.
Sieg
Nach Beendigung des Spieles werden die Markierungen aller Spieler gezählt. Gewonnen hat, wer die meisten Karos für sich gekennzeichnet hat.
Variante
Doppelt hält besser wird wie normales Käsekästchen auf Karopapier mit seitlicher Begrenzung gespielt. Anders als beim klassischen Spiel zeichnet jeder Spieler pro Zug einen Strich, der genau zwei Kästchen lang ist. Wie bei Käsekästchen geht es darum, die meisten Kästchen zu erobern. Schließt ein Spieler ein Karo, ist er gleich wieder am Zug. Anders als bei Käsekästchen bleiben am Ende der Partie Kästchen übrig, die kein Spieler erobern kann.
Siehe auch
Weblinks
- Käsekästchen-Applet Interaktives Spiel.
Herkunft
- Adaptiert von dem Wikipedia Artikel "Käsekästchen" http://de.wikipedia.org/wiki/Käsekästchen, unter der GNU Free Documentation License in der deutschen Version. Die Liste der Autoren ist in der Wikipedia unter dieser Seite verfügbar.

