Karthaus

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Karthaus
Staat: Polen (deutsch bis 1920)
Region: Westpreußen
Einwohner: 15.426 (30. Juni 2005)
Wappen:

Karthaus (poln. Kartuzy; kaschub. Kartuzë) ist eine Stadt im Powiat Kartuski der Woiwodschaft Pommern in Polen und war eine Kreisstadt in der ehemaligen deutschen Provinz Westpreußen. Sie gilt als die Hauptstadt Kaschubiens und liegt 32 Kilometer westlich von Danzig am Klostersee.

Contents

Geschichte

Seinen Namen verdankt die Stadt Kartäusermönchen, die 1380 aus Böhmen nach Kaschubien berufen wurden. Drei Jahr später gründeten sie das Kloster "Marienparadies". Die Kartäusermönche lebten in Isolation, kamen aus ihrer Klause nur zum Speisen und Beten. Die Mönche konzentrierten sich auf das Jenseits nach dem Motto "memento mori" (Bedenke, dass Du sterben musst).

Die Kartäuserstiftskirche. Das Dach hat die Form eines Sarges.

Daher wurde auch das Dach des Klosters in Form eines Sargdeckels gestaltet und das Innere ist eher düster und dunkel. 1826 wurde der asketische Orden von Preußen aufgelöst. Erst seit diesem Zeitpunkt begann sich um das Kloster herum eine weltliche Stadt zu bilden. Der Spruch "ein Mensch, der nicht trinkt, nicht raucht und keinen Tabak schnupft, ist einen Dreck wert", der im dortigen kaschubischen Museum zu finden ist, weist nun auf eine ganz andere Lebensweise hin. Heute ist das Kloster eine Pfarrkirche.

Städtepartnerschaften

Gemeinde

Die Stadt- und Landgemeinde Karthaus gliedert sich neben dem gleichnamigen Hauptort in folgende 26 Ortsteile:

  • Althütte
  • Beek
  • Bontsch
  • Borowo
  • Burchardtswo
  • Glusin
  • Gribno
  • Kelpin
  • Kossi
  • Lappalitz
  • Mehsau
  • Mirchau
  • Neuhütte
  • Niederbrodnitz
  • Oberbrodnitz
  • Pechbude
  • Pomiczynerhütte
  • Prockau
  • Remboschewo
  • Schwanau
  • Schwanauerhütte
  • Seeresen
  • Smentau
  • Stanischau
  • Wilhelmshuld
  • Zittno

Weblinks


Herkunft des Artikels