Mandoli (Deutsch)
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Mandoli ("Mandeln") wurde in der zweiten Hälfte des 18. und der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts auf den Kykladen (Griechenland) gespielt.
Ein Mancalaspiel der Levante wurde von dem Schweizer Minitiaturisten Jean-Etienne Liotard (1702-1789) in seinem Gemälde "Deux dames grecques ou franques assises sur un divan et jouant au mankala'h" gezeigt, das etwa 1740 entstand. 1810 beobachtete der schottische Reisende John Galt Mandoli auf der griechischen Insel Hydra.
Das Spiel stammt vermutlich von anderen Mancalaspielen ab, die im Osmanischen Reich gespielt werden, wie z.B. Halusa und Mangala.
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Zitat
"There is, however, a tolerably decent coffee-house; and in winter, even at present, card and chess players may be always found in it. I saw there to-day a game, which, not having seen elsewhere, I give you a description of. The Idriots call it Mandoli, or the almonds, and it is played at a board by two persons. Twelve hollows are scooped in the board, in two rows of six each: in each hollow six balls are placed, and the opponents take each a row. The game is commenced by the first player taking out the balls from any one of the hollows, and distributing them, one by one, successively, round the board. In the first round no balls can be captured, but in the second the contest becomes serious. The skill of the player consists in so managing his distribution, that his last all shall either fall in a hollow where there is only one, or three, or seven, or nine &c. which, by the addition of his ball, are made even numbers, and in consequence become prizes. If in the distribution he makes even numbers in the two last hollows, he takes the contents of both. This is considered a great stroke. The victor is, of course, he who reckons the greatest number of prisoners."
John Galt (1810)
Spielregeln
Das Brett besteht aus zwei Reihen mit je sechs Mulden. Jeder Spieler kontrolliert eine Reihe. Am Anfang der Partie liegen vier, fünf oder sechs Mandeln in jeder Mulde, je nachdem, was vor der Partie vereinbart wurde.
Mögliche Startstellung
In seinem Zug verteilt ein Spieler den Inhalt einer Mulde einzeln gegen den Uhrzeigersinn in die folgenden Mulden.
Wenn der letzte Samen in eine Mulde fällt, egal auf welcher Seite des Bretts, in der dann eine Anzahl Mandeln liegt, wird ihr Inhalt geschlagen.
Wenn vor dieser Mulde eine ununterbrochene Folge von Mulden mit geradem Inhalt liegt, werden ihre Samen auch gefangen.
Wenn ein Spieler keine Mandeln mehr auf seiner Seite hat, muss sein Gegner, wenn möglich, ihm Samen zuspielen. Eine vergleichbare Regel existiert im Owarespiel.
Es besteht Zugzwang.
Die Partie endet, wenn ein Spieler nicht mehr ziehen kann. Die Mandeln, die noch auf dem Brett sind, gehören dann dem Gegner.
Der Spieler, der die meisten Mandeln gefangen hat, gewinnt die Partie.
Quellen
- Galt, J.
- Letters from the Levant. London (UK) 1813, 241-242.
- Munro, K.
- Greek Mandoli. House White Ash, Seattle WA (USA), March 28, 2003.
- Santos Silva, E. R.
- O Ouri: Um Jogo Caboverdiano e a Sua Prática em Portugal. Associação de Professores de Matématica, Lissabon (Portugal) 1994.
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Ralf Gering.
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