Reiner Knizia
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Siehe auch: Reiner Knizia (Kritik)
Dr. Reiner Knizia (* 1957 im schwäbischen Illertissen) ist ein deutscher Spieleautor.
Er studierte Mathematik in Ulm, machte dort sein Diplom, erwarb den Master of Science auf der Syracuse University in den USA und erlangte schließlich den Doktorgrad wiederum in Ulm. Seit 1997 ist er hauptberuflicher Spieleautor, hatte aber bereits bis dahin zirka 80 Spiele veröffentlicht. 2004 wird die Gesamtzahl seiner veröffentlichten Spiele auf mehr als 200 geschätzt.
Knizias Spiele wurde vielfach mit Preisen ausgezeichnet. Der größte Erfolg, die Auszeichnung Spiel des Jahres, blieb ihm bisher versagt. In der Internet Top 100 Games List stehen 15 Knizia-Spiele, davon fünf Spiele in den Top 20. (Stand 2007). Diese Liste ist allerdings nicht besonders aussagekräftig, da sie von einem ganz bestimmten Klientel erstellt wurde (den Usern von rec.games.board), so dass z.B. Schach erst auf Platz 249 kommt (siehe auch hier).
Mit die ersten von Dr. Knizia entwickelten Spiele waren Postspiele für sein Zine Postspillion, das er 1985 gegründet hatte. Der Postspillion und auch sein Spiel Bretton Woods, das 1987 gestartet wurde, erscheinen bis heute (Stand 2008).
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Der Fall Knizia - Humboldt Verlag
Dr. Knizia verlor 2008 am Landgericht Mannheim eine Klage gegen den Humboldt-Verlag wegen Übernahme von 16 seiner Spiele in das Buch „Die große Humboldt Enzyklopädie der Würfelspiele“ von Hugo Kastner (Landgericht Mannheim / Geschäftsnummer 7 O 240 / 07). Er wollte dem Verlag die seit eh und je international gängige Praxis untersagen, die Regeln eines Spiels auch ohne Einverständnis des Spieleautors zu beschreiben. Eine Rechtsverletzung wurde unter keinem rechtlichen Gesichtspunkt festgestellt, da nach deutschem Recht der gedankliche Inhalt von Spielregeln nicht schutzfähig ist, was auch von Knizias Anwalt in der mündlichen Verhandlung bestätigt wurde, und nach Auffassung des Gerichts keine Verletzung von Werktitelschutzrechten vorliegt. Dr. Knizia verzichtete darauf, in Berufung zu gehen, damit ist das Urteil rechtskräftig.
Stellungnahmen
In einem Interview mit Eckhard Schwettmann, Geschäftsführer des Humboldt-Verlags, heißt es, ursprünglich habe der Vorwurf sogar gelautet, dass aus den Büchern von Dr. Knizia abgeschrieben worden sei. Diesen Vorwurf wertet der Humboldt Verlag offensichtlich als Verleumdung und droht nun seinerseits zum Schutz des Ansehens von Hugo Kastner gegen Dr. Knizia Klage zu erheben.
Die Spieleautorenzunft e.V., dessen 1. Vorsitzender Dr. Knizia von 1999-2001 war, äußert sich in einer Stellungnahme kritisch gegenüber der Auffassung des Gerichts und hält den Vorwurf der Urheberrechtsverletzung aufrecht.
Dr. Knizia ist auch schon in vergangenen Jahren im Internet durch die Androhung juristischer Schritte gegen gamecabinet.com aufgefallen. Sein Verhalten führte zu hitzigen Debatten auf BoardGameGeek (und hier).
Knizias Erfolge
- Über 300 veröffentlichte Spiele und Bücher in zahlreichen Sprachen und Ländern.
- Gewinner des Deutschen Spiele Preises 2006, 2004 und 2003.
- Gewinner des Spanischen Spiele Preises 2006.
- Gewinner des Schweizer Spiele Preises 2004.
- Gewinner des französischen Grand Prix du Jouet 2004, 2003 und 2000.
- Gewinner des holländischen Toy of the Year Award 2001.
- Gewinner des Japan Board Game Preis 2005 und 2004.
- Gewinner des International Gamers Award 2003 und 2000.
- Gewinner von fünf internationalen Kinderspiel des Jahres Preisen.
- Derzeit mit neun Spielen in den USA Games 100.
Biographie
- Diplom-Mathematiker (Universität Ulm, Germany), Master of Science (Syracuse University, USA), Doktor der Mathematik (Universität Ulm).
- Projektleiter und Gruppenleiter für Softwareentwicklung, stellvertretender Abteilungsdirektor für Informationstechnologieiim Auslandsgeschäft einer deutschen Großbank, Abteilungsdirektor für Unternehmensplanung einer deutschen Großbank, General Manager und Vorstand in einem führenden britischen Baufinanzierungsunternehmen.
- Lehraufträge für Projektmanagement und Managementtechniken an zahlreichen Universitäten und Instituten, in neuerer Zeit auch Game Design, z.B. am Massachusetts Institute of Technology. Diverse Fachveröffentlichungen im Bereich Mathematik und Management.
- 1999 bis 2001 Vorsitzender der Vereinigung der Spieleautoren SAZ.
- Nun hauptberuflicher Spieleautor mit über 200 veröffentlichten Spielen und Spielebüchern in zahlreichen Ländern und Sprachen.
- 1993 Deutscher Spiele Preis für Modern Art. 1994 Goldene Feder der Stadt Essen für das Buch Neue Spiele im alten Rom. 1998 Deutscher Spiele Preis für Euphrat & Tigris, und Kinderspiel des Jahres in Finnland mit Kurre.
- 2000 Deutscher Spiele Preis und Goldene Feder der Stadt Essen für Tadsch Mahal, Kinderspiel des Jahres in Dänemark, in Schweden und in Finnland mit Safari, Grand Prix du Jouet in Frankreich für Safari Malin, und Gamers’ Choice Award für Lost Cities.
- 2001 Spiel des Jahres Sonderpreis “Literatur im Spiel” für Herr der Ringe, Spiel des Jahres in Holland für das Elektronikspiel Monopoly Beurs Editie und Aufnahme in die Hall of Fame der Academy for Adventure Gaming Arts & Design der USA.
- 2003 Deutscher Spiele Preis für Amun-Re, Österreichischer Spielepreis für King Arthur, International Gamers Award für Lord of the Rings – The Confrontation und Grand Prix du Jouet in Frankreich für Wapi.
- 2004 Österreichischer Spielepreis, Schweizer Spielepreis und Japan Board Game Preis für Einfach Genial und Grand Prix du Jouet in Frankreich für Le Roi Arthur.
- Japan Board Game Preis 2005 für Mago Magino.Derzeit mit 7 Spielen in den Games 100 der USA.
Ludographie (Auswahl)
ausgezeichnet mit dem Deutschen Spiele Preis und einem Platz auf der Auswahlliste Spiel des Jahres:
- Modern Art (1993)
- Euphrat und Tigris (1998)
- Tadsch Mahal (2000)
- Amun Re (2003)
ausgezeichnet mit einem Platz auf der Nominierungsliste Spiel des Jahres:
- Einfach Genial (2004)
- Blue Moon City (2006)
ausgezeichnet mit einem Platz auf der Auswahlliste Spiel des Jahres:
- Quo vadis (1992)
- Tutanchamun (1993)
- Medici (1995)
- Durch die Wüste (1998)
- Money (1998)
- Royal Turf (2001)
- Der Herr der Ringe: Die Gefährten - Das Kartenspiel (2002)
ausgezeichnet mit einem Sonderpreis der Spiel des Jahres-Jury:
- Der Herr der Ringe (2001)
Weblinks
Herkunft
- Adaptiert von dem Wikipedia Artikel "Reiner Knizia" http://de.wikipedia.org/wiki/Reiner_Knizia, unter der GNU Free Documentation License in der deutschen Version. Die Liste der Autoren ist in der Spielwiki unter dieser Seite verfügbar.

