Samenbläschen
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Die Samenbläschen oder Bläschendrüse (Vesicula seminalis, bei Tieren als Glandula vesicularis bezeichnet) ist eine beim Mann paarig angelegte akzessorische Geschlechtsdrüse, die über ihren Ausführgang, den Ductus excretorius, jeweils zusammen mit einem der beiden Samenleiter in die Harnröhre mündet. Da in der Vesicula seminalis entgegen früherer Annahmen keine Speicherung der Spermien stattfindet, ist die Bezeichnung "Bläschendrüse" vorzuziehen. Die arterielle Versorgung der Vesicula seminalis wird durch Äste der Arteria vesicalis inferior gewährleistet.
Auch die meisten anderen Säugetiere besitzen eine Samenbläschen, lediglich bei Raubtieren ist sie nicht ausgebildet. Der Blasencharakter ist jedoch nicht bei allen Arten ausgeprägt. Bei Paarhufern ist sie z.B. eine kompakte Drüse von höckrig-derber Konsistenz.
Sie produziert ein alkalisches Sekret, das reich an Fructose und zusammen mit anderen Sekreten ein Bestandteil des Spermas ist. Die Samenbläschen können rektal abgetastet werden, am besten mit zwei Fingern in Reiter'scher Stellung (einer Art Hocke) bei gleichzeitigem Pressen. Die Gewinnung des Sekrets durch Massage spielte eine große Rolle bei der Diagnose der Gonorrhoe.
Als Samenblasen werden im Tierreich Behältnisse zur Aufbewahrung der Spermien benannt, die sowohl beim Weibchen (etwa bei Ameisen oder Bienen) als auch beim Männchen (etwa bei den Libellen) vorkommen können.
Herkunft
- Adaptiert von dem Wikipedia Artikel "Samenblase" http://de.wikipedia.org/wiki/Samenblase, unter der GNU Free Documentation License in der deutschen Version. Die Liste der Autoren ist in der Wikipedia unter dieser Seite verfügbar.

