Schloss Brohleck

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Schloss Brohleck, im Volksmund auch Augustaburg genannt, ist ein villenartiger Schlossbau am Rhein oberhalb von Brohl-Lützing (Verbandsgemeinde Bad Breisig) aus dem Jahr 1891. Der älteste Nachweis eines Burghauses geht auf das Jahr 1252 zurück. 1325 trug Johann Burggraf von Rheineck das castrum oder fortalitium Brule (Brohl), das bisher sein Eigenbesitz war, Erzbischof Balduin von Trier aus dem Hause Luxemburg zu Lehen auf. (Codex Rheno-Mosellanus III, I Nr. 132) 1402 erhielt ein Nachfahre namens Johann Burggraf von Rheineck die Burg als Lehen. Sie blieb bis nach 1428 Lehen der Burggrafen von Rheineck. Dann kam sie an die von Metternich zu Sommersberg, die 1449 als Besitzer der Burg erscheinen. 1664 fiel das vermutliche pfälzische Afterlehen durch Heirat an die von Hees. Deren Erben verkauften sie an Karl Josef Dingel. Mitte des 19. Jahrhunderts bewohnten die Enkel seines Sohnes, Gebrüder Stenzel, die Burg. Von Theodor Hochkeppel (seit 1862) kam die Burg an die Geschwister von Schell und von diesen 1888 an J.B. Michiels, der das Burghaus umbaute und vergrößerte. Die Familie Michiels verpachtete das Haus dann als Knabenpensionat. 1933 wurde die Familie ein Opfer des Nationalsozialismus und verlor die Burg. 1938 gehörte die Burg einer Münchner Bank und diente als Reichsführinnenschule des Reichsarbeitsdienstes (RAD). Im April 1942 wurden hier etwa 100 jüdische Bürger des Kreises Ahrweiler bis zu ihrem Abtransport in die Konzentrationslager untergebracht. Ab den 1950er-Jahren wohnten mehrere Brohler Familien in Mietswohnungen in der gesamten Burg. Seit den 1970er-Jahren wurde die Burg sich selbst überlassen. Im März 2003 wurde sie vom Brohler Ehepaar Sabine und Ulrich Liebsch erworben. Die Burg wird nun renoviert und ein Weinberg angelegt. Jedes Jahr findet ein gutbesuchter Weihnachtsmarkt im Burghof statt.

Externe Links

Literatur

Gerhardt, J., Neu, H., Renard, E. & Verbeek, A.
Kunstdenkmäler der Rheinprovinz, Kreis Ahrweiler. Düsseldorf (Deutschland) 1938, 213.
Tarrach, J.
Der Atem vergangener Generationen weht durch Schloss Brohleck. In: Kreis Ahrweiler (Hsg.). Kreis Ahrweiler: Heimat Jahrbuch 2008. Bad Neuenahr-Ahrweiler (Deutschland) 2007, 174-177.


Herkunft

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