Nano-Wari (Deutsch)

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Nano-Wari wurde 1977 von der Bulgarin Assia Popova und dem Franzosen André Deledicq erfunden. Sie nannten es ein "Spiel der Kontemplation", da es in diesem Spiel keine Kombinationen und keine Strategie gibt und die Spieler nicht intelligent zu sein brauchen. Nano-Wari ist die kleinste existierende Mancala-Variante. Sie wurde von ihren Erfindern vollständig in ihrem Buch Solo et Wari analysiert.

Contents

Spielregeln

Nano-Wari wird auf einem Brett gespielt, das aus zwei Mulden besteht, die in zwei Reihen angeordnet sind. In jeder Mulde liegen zu Beginn der Partie je vier Samen. Jedem Spieler gehört die Mulde auf seiner Brettseite.

Image:Nanowariinitial.jpg

Startstellung

In jedem Zug entleert ein Spieler seine Mulde und verteilt ihren Inhalt einzeln auf die folgenden Mulden. Der erste Samen wird in die gegnerische Mulde gelegt.

Der Zug endet, wenn der letzte Samen dieser Mulde verteilt worden ist. Es kann nicht geschlagen werden.

Die Partie endet, wenn sich eine Brettstellung wiederholt. Es gibt weder Gewinner, noch Verlierer.

Anmerkungen

Die Position wiederholt sich alle zwei Züge. Das Spiel verläuft wie folgt (Süd beginnt):


Image:Nanowariodd.jpg

Nach ungerader Anzahl von Zügen


Image:Nanowarieven.jpg

Nach gerader Anzahl von Zügen


Deledicq und Popova untersuchten das Spiel auch mit anderen Startstellungen:

  • Mit 1 Samen pro Mulde: 1/1 <-> 2/0
  • Mit 2 Samen pro Mulde: 2/2 -> 3/1 <-> 1/3
  • Mit 3 Samen pro Mulde: 3/3 -> 5/1 -> 2/4 <-> 4/2

Literatur

Deledicq, A. & Popova, A.
Wari et Solo: Le Jeu de Calculs Africain (Collection "Les Distracts" 3). CEDIC, Paris (Frankreich) 1977, 177-179.

Copyright

Adaptiert von dem ehemaligen Wikipedia Artikel "Nano-Wari" http://de.wikipedia.org/wiki/Nano-Wari, der unter der GNU Free Documentation License erschien, dann aber gelöscht wurde. Die Liste der Autoren war in der Wikipedia unter dieser Seite verfügbar.